Aufzucht unserer Welpen

Geburt & erste Lebenswochen

Der Start ins Leben beginnt bei uns mitten im Herzen des Hauses: Unsere Welpen werden im Wohnzimmer in ihrer Wurfbox geboren. Damit sich die werdende Mama in dieser Phase rundum sicher fühlt, ziehe ich bereits einige Tage vor der Geburt mit ihr ins Wohnzimmer um. So bin ich jede Sekunde an ihrer Seite. Auch in der ersten Woche nach der Geburt bleibt das Wohnzimmer mein festes Nachtlager – so ist eine lückenlose Rund-um-die-Uhr-Betreuung für Mutter und Nachwuchs garantiert, selbst wenn das für mich erst einmal etwas weniger Schlaf bedeutet.

In den ersten Tagen sieht das Programm nach außen hin herrlich unspektakulär aus: Die Welpen trinken, schlafen, wachsen und kuscheln sich eng an ihre Mutter. In dieser Phase nehmen sie kaum Umweltreize wahr und verbringen die meiste Zeit tiefenentspannt in der Wurfbox, während die Mutterhündin den Fulltime-Job der Pflege übernimmt.

Ein bisschen Routine bringen wir von Anfang an hinein: Die Welpen werden täglich gewogen, um ihre Entwicklung haargenau im Blick zu behalten. Nach etwa 7 bis 10 Tagen haben die Kleinen ihr Geburtsgewicht in der Regel schon verdoppelt – ein Meilenstein, den wir genau dokumentieren. So verbringen die Welpen ihre allerersten Lebenswochen in einem absolut ruhigen, geschützten Rahmen, bevor das große Abenteuer beginnt und sie Schritt für Schritt ihre Umwelt überhaupt erst bewusst wahrnehmen.

Ernährung & Fütterung

In den ersten Lebenswochen ist die Speisekarte denkbar einfach: Die Welpen werden voll und ganz von der Mutterhündin versorgt. Sobald das große Abenteuer der Zufütterung beginnt, setzen wir auf echte Feinschmecker-Qualität: Die Kleinen erhalten frisches BARF-Fleisch aus der Region vom Reh oder Hirsch. Dieses Wildfleisch ist komplett naturbelassen, unheimlich gut verträglich und hat sich in unserer Aufzucht als perfekter Startschuss für eine gesunde Entwicklung absolut bewährt.

Damit die kleinen Entdecker später im neuen Zuhause flexibel sind, lernen sie ergänzend auch hochwertiges Nass- und Trockenfutter kennen. Verschiedene Fütterungsarten sind ihnen also von klein auf nicht fremd. Zum Zeitpunkt des Auszugs sind die Welpen vollständig an Trockenfutter gewöhnt, was den Alltag für die neuen Familien ungemein erleichtert. Zusätzlich packen wir natürlich alle wichtigen Informationen und Fütterungstipps mit ins Gepäck, damit der kulinarische Start im neuen Heim völlig unkompliziert und stressfrei gelingt.

Unsere erwachsenen Hunde werden im Alltag übrigens fast ausschließlich gebarft. Wir legen großen Wert auf eine natürliche, ausgewogene Fütterung mit frischen Zutaten, die exakt bedarfsgerecht zusammengestellt wird. Und weil Flexibilität im Hundealltag einfach Gold wert ist, kennen und vertragen auch unsere Großen zwischendurch ein gutes Trockenfutter.

Garten & Welpenspielplatz

Ab der dritten bis vierten Lebenswoche wird die Wurfbox langsam zu klein und wir erweitern den Bewegungsradius der Welpen Schritt für Schritt. Als perfekte Zwischenstation steht ihnen zuerst unser Wintergarten zur Verfügung, der direkt an den Wohnbereich anschließt. Hier gibt es deutlich mehr Platz für die ersten Geh- und Tobversuche, während die Umgebung für die Kleinen weiterhin absolut geschützt und ruhig bleibt.

Vom Wintergarten aus wagen wir dann den fließenden Übergang an die frische Luft: Ab etwa der vierten Woche stehen die ersten kurzen Ausflüge in den direkt angrenzenden Garten auf dem Programm. Mit fünf bis sechs Wochen ziehen die Welpen für ihre täglichen Abenteuer schließlich auf unseren eigens gestalteten Welpenspielplatz um. Dieser Bereich ist das absolute Highlight für die Rasselbande und bietet jede Menge Platz zum freien Bewegen, Toben und Beobachten.

Hier auf dem Spielplatz bekommen die Welpen ganz unaufgeregt und nebenbei das normale Alltagsleben auf unserem Grundstück mit: Sie sehen vorbeifahrende Fahrzeuge, hören die verschiedensten Alltagsgeräusche und auch der Anblick unserer Pferde gehört hier ganz selbstverständlich dazu.

Damit es nicht langweilig wird, dürfen die Welpen unter unserer Aufsicht nach und nach auch größere Teile unseres rund 2.700 m² großen Grundstücks erkunden. So lernen sie ganz spielerisch die unterschiedlichsten Untergründe und Umweltreize kennen. Ihr Radius wächst also genau im richtigen Tempo – vom behüteten Wintergarten über den grünen Rasen bis hin zum großen Abenteuerspielplatz

Alltag & Umweltreize

Unsere Welpen wachsen von der ersten Sekunde an mitten im Geschehen auf und erleben den ganz normalen Wahnsinn des Alltags völlig selbstverständlich mit. Im Haus lernen sie die typische Geräuschkulisse von Staubsauger, Kaffeemaschine und Co. ebenso kennen wie das regelmäßige Kommen und Gehen unserer Besucher. Die Welpen leben bei uns nicht isoliert unter einer Käseglocke, sondern bekommen das echte Leben eins zu eins mit.

Draußen auf dem Grundstück geht das Entdecken nahtlos weiter. Hier begegnen ihnen die unterschiedlichsten Eindrücke: Sie sehen Fahrzeuge, hören verschiedene Geräusche und erleben hautnah, wie sich der Rhythmus auf einem belebten Hof im Laufe des Tages verändert.

Ein Punkt ist uns dabei ganz besonders wichtig: Wir halten absolut nichts von künstlichem „Reiztraining“, das die Kleinen am Ende nur überfordert. Uns geht es um echte, ruhige Alltagserfahrungen. Die Welpen lernen ihre Umwelt in ihrem ganz eigenen Tempo kennen und haben jederzeit die Möglichkeit, sich in ihre Ruhezone zurückzuziehen. So entsteht eine völlig natürliche Gewöhnung an die verschiedensten Situationen, auf die sie im neuen Zuhause später gelassen zurückgreifen können. Denn bei all den spannenden neuen Eindrücken bleibt die wichtigste Lektion bei uns immer gleich: gelernt zu haben, wie man richtig entspannt und zur Ruhe findet.

Ruhe & Rückzug

Bei all den spannenden Abenteuern und neuen Eindrücken im Leben eines Welpen gerät eine Sache schnell in den Hintergrund, die aber die eigentliche Hauptrolle spielt: Ruhe und Schlaf. Das Gehirn eines jungen Hundes läuft beim Entdecken auf Hochtouren – verarbeitet und abgespeichert werden die ganzen Erfahrungen aber erst, wenn die Augen zu sind.

Deshalb achten wir ganz bewusst darauf, dass unsere Welpen nicht im Dauerschleifen-Modus beschäftigt oder mit Reizen überflutet werden. Sie dürfen nach Herzenslust spielen, die Welt auf den Kopf stellen und lernen – haben aber in jedem Moment die Möglichkeit, den Stecker zu ziehen. Ob im Wohnzimmer, im Wintergarten oder draußen auf dem Welpenspielplatz: Den Welpen stehen überall geschützte Ruhebereiche zur Verfügung, in denen sie schlafen, das Geschehen aus sicherer Distanz beobachten oder einfach mal Abstand vom Trubel nehmen können.

Dabei haben wir immer ein wachsames Auge auf die individuelle Dynamik innerhalb des Wurfes. Manche Welpen suchen von sich aus mehr Nähe und Action, andere ziehen sich schneller zurück oder benötigen einfach eine bewusste Auszeit. Und wenn ein kleiner Gute-Laune-Junkie doch einmal den Absprung verpasst und zu überdrehen beginnt, begleiten wir ihn ganz gezielt und ruhig wieder in eine entspannte Situation. Uns ist wichtig, dass die Welpen bei uns nicht nur die Welt kennenlernen, sondern vor allem die wichtigste Lektion für ein langes Hundeleben verinnerlichen: wie man sich sicher fühlt und in jeder Lebenslage richtig runterfährt.

Stubenreinheit: Aller Anfang ist trocken

In den ersten Lebenswochen läuft die Verdauung der Welpen noch völlig reflexartig ab – von einer bewussten Kontrolle über Blase und Darm kann hier logischerweise noch keine Rede sein. Doch die Natur hat einen feinen Plan: Etwa ab der 3. bis 5. Lebenswoche erwacht langsam der Instinkt, das eigene Nest nicht beschmutzen zu wollen. Die Welpen beginnen in dieser Phase ganz von selbst, ihren Schlafbereich gezielt zu verlassen, wenn sie mal müssen.

Sobald die Rasselbande mobiler wird, nutzen wir dieses natürliche Verhalten aus und legen die ersten Bausteine für die Stubenreinheit. Aus Erfahrung wissen wir, dass sich Hunde auch später im Leben bevorzugt an den Untergründen orientieren, die sie in der Welpenzeit kennengelernt haben. Dennoch braucht die körperliche Reife einfach ihre Zeit. Eine bewusste Kontrolle der Blasenmuskulatur entwickelt sich erst nach und nach; meist klappt das im Alltag ab der 12. bis 16. Woche spürbar besser.

Auch wenn wir im „Goldwässerchen“ die wichtigen Grundlagen schaffen, machen wir keine falschen Versprechungen: Kein Welpe der Welt ist bei der Abgabe bereits vollständig stubenrein. Die eigentliche Feinabstimmung findet erst im neuen Zuhause statt – wir liefern hier quasi das solide Fundament, das finale Training übernimmt dann das Leben.

Erste Ausflüge & Autofahren

Ab der siebten Lebenswoche erweitern wir den Horizont unserer Welpen noch ein Stückchen weiter und es geht das erste Mal an Bord: Die Kleinen lernen die ersten Autofahrten kennen. Auch hier gilt unser wichtigstes Zuchtmotto: Klasse statt Masse. Es geht nicht darum, Kilometer zu fressen oder die Welpen im Dauertraining zu überfordern, sondern ihnen diese völlig neue Erfahrung absolut positiv und entspannt zu vermitteln.

Damit auf der ersten Fahrt niemand weiche Knie bekommt, ist die Mutterhündin als erfahrener Co-Pilot immer mit an Bord. Ihre unerschütterliche Gelassenheit gibt den Welpen genau die Sicherheit, die sie in der rollenden Box brauchen.

Gemeinsam mit dem gesamten Wurf und Mama im Gepäck machen wir außerdem mindestens einen kleinen Ausflug zu Wilma nach Hause. Dadurch lernen die Welpen eine vollkommen neue Umgebung außerhalb ihres gewohnten Radius kennen. Diese ersten, positiv verknüpften Autofahrten und die kleinen Entdeckungstouren sind Gold wert: Sie legen die perfekte Basis, damit der spätere Umzug ins neue Zuhause und zukünftige Reisen für alle Beteiligten zu einer herrlich entspannten Angelegenheit werden.

Individuelle Entwicklung

Bei uns wird schnell klar: Welpe ist nicht gleich Welpe. Jeder unserer Zwerge entwickelt sich in seinem ganz eigenen Tempo und bringt schon erstaunlich früh seine ganz persönlichen Charaktereigenschaften mit. Während die einen als geborene Entdecker mutig voranmarschieren und völlig unvoreingenommen auf jede neue Situation zugehen, gehören andere eher zur Fraktion der Denker – sie beobachten die Lage erst einmal lieber aus der sicheren Distanz oder holen sich eine Extraportion Rückendeckung und Nähe bei uns ab. Beide Wege sind völlig richtig und wichtig.

Genauso viel Wert wie auf gesunde Neugier und Offenheit legen wir aber auf die Fähigkeit, nach dem Abenteuer den Stecker zu ziehen. Unsere Welpen sollen eben nicht im dauerhaften "Hochfahr-Modus" durchs Leben rennen, sondern lernen, sich nach dem Spiel, neuen Eindrücken oder der täglichen Aktivität auch wieder komplett zu entspannen. Deshalb achten wir in unserer Aufzucht penibel auf die richtige Balance zwischen neuen Erfahrungen und ausgiebigen Schlafphasen.

Durch unsere kleine, familiäre Zucht haben wir das große Glück, jeden Welpen rund um die Uhr intensiv zu beobachten und ganz individuell auf seine Persönlichkeit einzugehen. Und weil ein gesunder Geist am besten in einem gesunden Körper wohnt, behalten wir neben dem Charakter natürlich auch die gesundheitliche Entwicklung von der ersten Sekunde an haargenau im Blick.

Gesundheit & Vorsorge

Bei unseren Welpen überlassen wir nichts dem Zufall: Eine lückenlose und sorgfältige gesundheitliche Begleitung steht von der ersten Sekunde an im absoluten Mittelpunkt unserer Aufzucht.

Wenn die Kleinen schließlich ihr Köfferchen für den Auszug packen, bringen sie die besten Startvoraussetzungen mit. Sie sind zu diesem Zeitpunkt mehrfach entwurmt und absolut altersgerecht geimpft. Damit alles seine bürokratische Ordnung hat, reist jeder Welpe mit einem offiziellen tierärztlichen Gesundheitszeugnis und seinem eigenen blauen EU-Heimtierausweis ins neue Zuhause.

Dieses hohe Level an Vorsorge gilt natürlich nicht nur für den Nachwuchs: Unsere erwachsenen Hunde werden selbstverständlich ebenso regelmäßig tierärztlich durchgecheckt und nach den aktuellsten, empfohlenen Vorsorgeprogrammen betreut. Schließlich sind fitte Eltern das beste Fundament für gesunde Kinder. So stellen wir sicher, dass unsere Welpen mit einer rundum stabilen gesundheitlichen Basis in ihr neues Leben starten – bereit für jedes Abenteuer, das da draußen auf sie wartet.

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