Hundeknigge
Entspannte Begegnungen im Alltag
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Hunde begleiten uns heute oft selbstverständlich durch den Alltag. Sie kommen mit auf Spaziergänge, in die Stadt, ins Café, in den Urlaub oder treffen unterwegs auf viele unterschiedliche Menschen und Hunde. Mit dem Einzug eines Welpen beginnt deshalb auch das gemeinsame Lernen in genau diesen Situationen.
Viele Begegnungen wird ein junger Hund erst nach und nach kennenlernen: fremde Menschen, Kinder, andere Hunde, Radfahrer oder belebte Orte. Dabei muss nicht jede Begegnung perfekt verlaufen. Viel wichtiger ist, dass dein Hund sich an dir orientieren kann und du ihm Sicherheit gibst.
Begegnungen mit Menschen
Nicht jeder Mensch möchte Kontakt zu Hunden und nicht jeder Hund möchte von jedem Menschen begrüßt werden.
Deshalb lassen wir unsere Hunde nicht ungefragt zu fremden Personen laufen und fragen vor einer Begrüßung oder einem Streicheln immer nach. Genauso darf man aber auch freundlich ablehnen, wenn der eigene Hund gerade Ruhe braucht oder man an bestimmten Themen arbeitet.
Viele Hunde fühlen sich wohler, wenn sie selbst entscheiden dürfen, ob sie Kontakt aufnehmen möchten. Möchte ein Hund lieber Abstand halten oder zeigt kein Interesse an einer Begrüßung, sollte das respektiert werden. Nicht jede Begegnung muss zu einem Kontakt führen.
Begegnungen mit Kindern
Kinder und Hunde können wunderbare Freunde werden. Gleichzeitig brauchen beide Seiten etwas Anleitung, damit Begegnungen für alle angenehm verlaufen.
Kinder handeln oft spontan und voller Begeisterung. Für viele Hunde kann das jedoch schnell überwältigend wirken. Deshalb ist es sinnvoll darauf zu achten, dass Kinder den Hund nicht bedrängen, ihm nicht hinterherlaufen und ihn nicht ungefragt umarmen.
Gerade Welpen profitieren von ruhigen und positiven Erfahrungen mit Kindern. Solche Begegnungen helfen ihnen dabei, Kinder später als selbstverständlichen Teil ihres Alltags wahrzunehmen.
Begegnungen mit anderen Hunden
Auch Hundekontakt sollte niemals selbstverständlich sein. Nicht jeder Hund möchte Kontakt zu jedem Artgenossen und nicht jeder Hundehalter wünscht eine Begrüßung.
Deshalb fragen wir grundsätzlich nach, bevor wir Kontakt zulassen. Wenn Unsicherheit besteht oder ein Hund angeleint ist, ist etwas Abstand oft die bessere Entscheidung.
Besonders an der Leine entstehen immer wieder Missverständnisse. Hunde können dort nicht so frei kommunizieren und ausweichen wie im Freilauf. Viele Begegnungen verlaufen deshalb deutlich entspannter, wenn man sich einfach ruhig Platz macht und weitergeht.
Rücksicht gehört dazu
Für uns gehört zu einem entspannten Miteinander auch ein gewisses Maß an Rücksichtnahme. Ein gut erzogener Hund ist nicht der Hund, der jeden Menschen oder jeden Hund begrüßen muss, sondern der auch einmal gelassen weitergehen kann.
Dazu gehört, den eigenen Hund nicht ungefragt zu Menschen oder anderen Hunden laufen zu lassen, Leinenpflichten zu beachten und Hinterlassenschaften selbstverständlich zu beseitigen. Rücksicht auf andere Menschen, Hunde, Wildtiere und die Umgebung gehört für uns genauso zum Alltag mit Hund wie gemeinsame Abenteuer und schöne Spaziergänge.
Oft sind es genau diese kleinen Dinge, die darüber entscheiden, wie Hunde in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Und wenn doch einmal etwas schiefgeht – was im echten Leben durchaus vorkommen kann – hilft eine freundliche Entschuldigung meist mehr als jede Rechtfertigung.
Unser Tipp
Du musst nicht jede Begegnung zulassen. Oft ist es die beste Entscheidung, Abstand zu halten, ruhig weiterzugehen und deinem Hund zu zeigen, dass nicht jede Person und nicht jeder Hund für ihn wichtig ist.
Aus unserer Erfahrung entstehen die angenehmsten Begegnungen nicht durch möglichst viel Kontakt, sondern durch Ruhe, Rücksicht und ein gutes Gespür für die jeweilige Situation. Genau das macht das Zusammenleben mit Hund für alle Beteiligten entspannter.

